„Die Freiheit ist in uns“ – Zum 40. Todestag des Solidarność-Priesters Jerzy Popiełuszko
Film & Gespräch,
Uhr
10117 Berlin, Pilecki-Institut, Pariser Platz 4A
Das Pilecki-Institut lädt anlässlich des 40. Todestags des legendären Solidarność-Priesters Jerzy Popiełuszko, dessen Widerstandskraft und Freiheitsliebe das kommunistische Regime in Polen nur durch brutalen Mord ein Ende zu setzen wusste, zu einer Filmvorführung über diesen außergewöhnlichen Mann ein mit anschließendem Q&A Gespräch mit dem Regisseur Rafał Wieczyński.
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“
Jerzy Popiełuszko, ein idealistischer, humorvoller, junger und dabei eher einfacher Priester wird 1980 zu den streikenden Arbeitern des Warschauer Hüttenwerks entsandt. Dort begegnet er erstmals den Arbeitern und Solidarność-Gewerkschaftern, die sich gegen das kommunistische Regime in Polen auflehnen. Am 13. Dezember 1981 wird in Polen das Kriegsrecht ausgerufen: Panzer beherrschen die Straßen Warschaus, und der Streik der Stahlarbeiter wird gewaltsam niedergeschlagen.
In seinen Predigten drückt Popiełuszko auf eindrucksvolle Weise die Gefühle der Menschen aus und erlangt rasch landesweite Bekanntheit. Tausende besuchen seine Gottesdienste in Warschau. Der kommunistische Geheimdienst beginnt, ihn zu beobachten und einzuschüchtern, doch Popiełuszko lässt sich nicht beirren und prangert die Lügen der Regierung weiterhin offen an. Während einer Reise wird er schließlich entführt, gefoltert und ermordet, was das Land in eine Phase des tiefen Aufbruchs stürzt.
Der Film von Regisseur und Drehbuchautor Rafał Wieczyński, lockte im Jahr 2009 über 1,3 Millionen Zuschauer in die polnischen Kinos.
Der polnische Film wird mit deutschen Untertiteln gezeigt, das Gespräch mit dem online dazugeschalteten Regisseur findet jedoch auf Englisch statt.
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