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„Nur Knöpfe blieben übrig“ – Das Massaker von Katyn im historischen Kontext der nationalsozialistischen „Sonderaktion 1005“

Film und Gespräch, Di 08.04.2025, 17.00 Uhr
10117 Berlin, Pilecki-Institut, Pariser Platz 4A

08.04.25 Film Katyn
08.04.25 Film Katyn

Sehr geehrte Damen und Herren, am 13. April jährt sich das Massaker von Katyn, der sowjetische Massenmord an den polnischen Eliten. Wir gedenken der rund 22.000 Kriegsgefangenen, die 1940 vom sowjetischen NKWD brutal getötet wurden, mit dem Film „Der Wald von Katyn“ und einem Vortrag von Dr. Andrej Angrick.

Der Film dokumentiert die Geschichte des Katyn-Massakers mit den Augen der Angehörigen der Opfer. Er begleitet sie mit der Kamera auf ihrer Reise zum Tatort – ihrer ersten Konfrontation mit dem Ort des Verbrechens. Im Anschluss an die Filmvorführung wird Dr. Andrej Angrick das Massaker von Katyn historisch einordnen und den Zusammenhang mit der nationalsozialistischen „Sonderaktion 1005“ beleuchten, durch die Massenverbrechen gezielt verschleiert werden sollten.

Das Massaker von Katyn steht exemplarisch für den Vernichtungswillen totalitärer Regime: Im Frühjahr 1940 ließ das sowjetische Politbüro unter Stalin rund 22.000 polnische Kriegsgefangene – vor allem Angehörige der intellektuellen und administrativen Eliten – ohne Anklage oder Prozess vom NKWD ermorden. Jahrzehntelang wurde dieses Verbrechen von der sowjetischen Führung durch gezielte Desinformation geleugnet.

Die fehlende strafrechtliche und gesellschaftliche Aufarbeitung in Russland wirkt bis heute nach – zum letzten Jahrestag wurde die von Anfang an verbreitete Falschbehauptung, Katyn sei ein Verbrechen der Nationalsozialisten, erneut öffentlich forciert und mit gefälschten Dokumenten untermauert. Angesichts des Kriegs in der Ukraine offenbaren sich zahlreiche niederschmetternd aktuelle historische Kontinuitätslinien in Russlands Vorgehen. Diese zeigen sich insbesondere im totalitär ausgeprägten Propagandaapparat, in genozidalen Denk- und Handlungsmustern sowie in der Unfähigkeit, ein friedliches Staatswesen aufzubauen, dessen raison d’être nicht auf permanenter Kriegsmobilmachung und imperialen Gelüsten gründet.

Anmeldung: https://forms.gle/BvvdDa1X9MfzAcKF8

Veranstalter:

Logo Pilecki-Institut
Pilecki-Institut


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