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Klaus Zernack Colloquium 2025: So viel Anfang war nie? Der Wiederaufbau von Berlin und Warschau nach 1945

Facebook live & Vortrag und Diskussion, Di 25.02.2025, 18.00 Uhr
10178 Berlin, Rotes Rathaus – Louise-Schroeder-Saal, Rathausstraße 15

25.02.2025 Klaus Zernack Colloquium 2025
25.02.2025 Klaus Zernack Colloquium 2025

Anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs, beabsichtigt das CBH PAN gemeinsam mit dem Deutsch-Polnischen Haus sich der Frage des (Wieder)Aufbaus nach Kriegen zu widmen und lädt dazu anerkannte Fachleute aus Polen, Deutschland und anderen Ländern ein, um vergleichend über städtebauliche Zäsuren und Kontinuitäten zu diskutieren und dabei die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontexte zu beleuchten. Es gibt einen Live-Stream auf Facebook: http://t1p.de/ZentrumHistorischeForschung

Den Auftakt des Veranstaltungszyklus, der regelmäßig am letzten Dienstag im Monat stattfinden wird, bildet am 25. Februar das Thema des (Wieder)Aufbaus von Warschau und Berlin nach dem Krieg. Die Auftaktveranstaltung wird zusammen mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) organisiert.

Die umfassende Zerstörung Berlins während des Zweiten Weltkrieg wurde von Stadtplanern nach 1945 auch als Chance begriffen. Endlich sollte das „steinerne Berlin“ des Kaiserreichs durch einen modernen, funktionalen Städtebau überwunden werden, der den Prinzipien Licht, Luft und Sonne aus der Zwischenkriegszeit folgte. In Ost- und West-Berlin sollten nicht nur die Ruinen, sondern auch die erhaltenen gründerzeitlichen Mietskasernen weichen. Doch im Kalten Krieg schlugen die beiden Teilstädte unterschiedliche Wege des Wiederaufbaus ein und wurden zu Schaufenstern der Systemkonkurrenz.

Aber keine andere europäische Hauptstadt wurde im Zweiten Weltkrieg so gezielt zerstört wie Warschau. Weil die wiederaufgebaute Altstadt 1980 zum UNESCO-Kulturerbe wurde, hat die Frage nach dem „wie“ lange keine Rolle gespielt. Beim genaueren Betrachten zeigt das Wiederaufbauprogramm der Nachkriegszeit zahlreiche Kontinuitäten mit den Aufbauprojekten von vor 1939. Welche Konzepte aus der Zeit vor 1945 gelangten in das sozialistische Propagandaprogramm und wie kam es dazu?

Grußwort
- Florian Hauer, Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten und Internationales

Es folgen zwei Vorträge mit anschließender Podiumsdiskussion*

- Zwischen Legende und Wirklichkeit. Der Wiederaufbau des historischen Stadtzentrums von Warschau

-Dr. Małgorzata Popiołek-Roßkamp (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung)

- Zerstörung als Chance? Konjunkturen des Wiederaufbaus in Ost- und West-Berlin

- Dr. Hanno Hochmuth (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Moderation: Dr. Agnieszka Wierzcholska (Deutsch-Polnisches Haus).

Dr. Małgorzata Popiołek-Roßkamp, geb. 1986 in Warschau, ist Architekturhistorikerin am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner. Ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Historische Forschung Berlin (CBH PAN). Aktuell lehrt sie an der TU Berlin und an der Europa-Universität Viadrina. Publikationen: Warschau. Ein Wiederaufbau, der vor dem Krieg begann (Paderborn 2021 / erster Band der vom CBH PAN herausgegebenen FOKUS-Reihe), Od kamienicy do muzeum. Historia siedziby Muzeum Warszawy na Rynku Starego Miasta / From a Tenement House to a Museum. The History of the Museum of Warsaw’s Site in the Old Town Market Square (Warszawa 2016), Powojenna odbudowa ulicy Nowy Świat w Warszawie, (Warszawa 2012).

Dr. Hanno Hochmuth, geb. 1977 in Ost-Berlin, ist Historiker am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und lehrt Public History an der Freien Universität Berlin. Publikationen u. a. Berlin. Das Rom der Zeitgeschichte (Berlin 2024); Stadtgeschichte als Zeitgeschichte. Berlin im 20. Jahrhundert (Hg. mit Paul Nolte, Göttingen 2019); Kiezgeschichte. Friedrichshain und Kreuzberg im geteilten Berlin (Göttingen 2017).

Veranstalter:

Logo PAN Zentrum für Historische Forschung
PAN Zentrum Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Logo Deutsch-Polnisches Haus
Deutsch-Polnisches Haus
Logo Leibniz-Zentrum f. Zeithistorische Forschung (ZZF)
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Förderer:

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien


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