Der Warschauer Aufstand 1944
10178 Berlin, Rotes Rathaus, Rathausstr. 15
Die Ausstellung zeichnet die Geschichte Warschaus seit 1918 nach – von der Entwicklung zur modernen Hauptstadt der Zweiten Polnischen Republik über die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis zum Wiederaufbau und zur dynamischen Entwicklung der Stadt, wie wir sie heute kennen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den 63 Tagen des Warschauer Aufstands sowie auf dem hohen Preis, den Warschau und Polen im Kampf um ihre Freiheit zahlten. Im Jubiläumsjahr der 35-jährigen Städtepartnerschaft steht diese Ausstellung für die enge Verbundenheit Berlins mit Warschau – im Bewusstsein der schmerzhaften gemeinsamen Geschichte und im Vertrauen auf den Wert der heutigen guten Zusammenarbeit.
Die Ausstellung zeigt das dramatische Schicksal Warschaus – einer Stadt, die von Brutalität der deutschen Vernichtungsmaschinerie wie kaum eine andere während des Zweiten Weltkriegs betroffen war. Sie beginnt mit einer Präsentation der Stadt Warschau in der Vorkriegszeit; die folgenden Abschnitte zeigen das deutsch besetzte Warschau – die deutsche Politik gegenüber der polnischen Bevölkerung, auch gegenüber den jüdischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen, die Entscheidungen im NS-Staat, den Straßenterror, die Entstehung des Ghettos, die Lebensbedingungen und die kulturellen Aktivitäten, die sich unter extremen Bedingungen entwickelten.
Warschau wird auch als Hauptstadt des polnischen Untergrundstaates dargestellt, mit seinen Untergrundstrukturen von Verwaltung, Medien, Bildungswesen sowie dem polnischen Rat zur Unterstützung der Juden „Żegota“, der die einzige staatliche Organisation dieser Art in Europa während des Zweiten Weltkriegs war. Es werden auch das Militär und die von der Heimatarmee durchgeführten Aktionen gezeigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Warschauer Aufstand in seiner ganzen Komplexität. Am Ende dieses Abschnitts wird der Film „Stadt in Ruinen“ präsentiert, der das ausgelöschte und zerstörte Warschau zeigt. Der letzte Teil der Ausstellung zeigt die wiedergeborene Stadt, ein Phänomen des Wiederaufbaus in der Nachkriegszeit, die sich aus den Trümmern erhebt und heute eine moderne und dynamische Metropole ist.
Das Museum des Warschauer Aufstands zeigt die Ausstellung gemeinsam mit der Botschaft der Republik Polen in Berlin und dem Polnischen Institut Berlin, unterstützt durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – und die Konrad-Adenauer-Stiftung Warschau.
Sie können die Ausstellung montags bis freitags zu den regulären Öffnungszeiten (in der Regel 9:00 bis 18:00 Uhr) bei freiem Eintritt im Roten Rathaus besuchen.

