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Gedenken an den Warschauer Aufstand: Ausstellung, Lesung und Lieder

Sa 01.08.2026, 20.00 Uhr
10117 Berlin, Pilecki-Institut, Pariser Platz 4A

01.08.26 Gedenken Warschauer Aufstand
01.08.26 Gedenken Warschauer Aufstand

Anlässlich des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands laden das Pilecki-Institut und die Botschaft der Republik Polen in Berlin zu einem gemeinsamen Gedenken ein. Die diesjährige Gedenkveranstaltung ist insbesondere der jungen Generation des Aufstands gewidmet.

Das Durchschnittsalter der Soldatinnen und Soldaten der polnischen Heimatarmee lag nur knapp über zwanzig Jahren. Unter den Aufständischen befanden sich zudem mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Viele von ihnen erlebten das Ende der Kämpfe nicht. Sie kämpften, schrieben aber auch Gedichte, führten Tagebücher und persönliche Aufzeichnungen, komponierten Lieder und dokumentierten ihren Alltag zwischen den einzelnen Einsätzen: in Kellern, Feldlazaretten und den Ruinen der Stadt.

Am 1. August 1944 begann um 17 Uhr der Warschauer Aufstand – die größte bewaffnete Aktion des Untergrunds im von NS-Deutschland besetzten Europa. Die polnische Heimatarmee nahm den Kampf auf, um die Stadt von der deutschen Besatzung zu befreien und die Unabhängigkeit Polens wiederherzustellen. Die ursprünglich auf wenige Tage angelegten Kämpfe dauerten 63 Tage. Nach der Kapitulation am 2. Oktober 1944 wurde Warschau nahezu vollständig zerstört. Zwischen 150.000 und 180.000 Zivilistinnen und Zivilisten kamen ums Leben, etwa eine halbe Million Einwohnerinnen und Einwohner wurden aus ihrer Stadt vertrieben.

Die Aufständischen kämpften für ein freies und demokratisches Polen – und damit zugleich für ein freies Europa. In einer Zeit, in der autoritäre Kräfte weltweit auf dem Vormarsch sind und Demokratien zunehmend unter Druck setzen, gewinnt das inoffizielle Motto der Aufständischen neue Aktualität: „Wir wollten frei sein und uns diese Freiheit selbst verdanken.“

Programm:
Die Gedenkveranstaltung im Pilecki-Institut beginnt mit offiziellen Ansprachen, darunter einem Grußwort von Jan Tombiński, dem Geschäftsträger a. i. der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland. Im Anschluss haben Sie die Gelegenheit, die Ausstellung „Warschaus Neuanfang 1945–1949. Fotografien vom Leben in den Trümmern“ besuchen. Die Aufnahmen der polnischen Hauptstadt aus den Jahren 1945 bis 1949 zeigen Warschau nach Kriegsende – ein Meer aus Ruinen, aber auch Menschen, die in ihre Stadt zurückkehrten und mit ihrem Enthusiasmus den Wiederaufbau der Hauptstadt vorantrieben, Stein für Stein.

Der Gedenkabend wird von einem vielseitigen künstlerisch-performativen Programm begleitet. Die Schauspielerinnen und Schauspieler Norbert Stöß, Julia Effertz und Antonia Reinisch lesen Auszüge aus Tagebüchern, Aufzeichnungen und Erinnerungen von Beteiligten des Warschauer Aufstands. Zu hören sind die Stimmen von Soldaten, Sanitäterinnen, Kindern sowie Zivilistinnen und Zivilisten – Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Ereignisse des Jahres 1944.

Den Abschluss des Gedenkabends bildet das gemeinsame Singen von Liedern aus der Zeit des Warschauer Aufstands. Für die musikalische Gestaltung sorgt Karolina Cicha mit ihrem Ensemble. Die Komponistin, Sängerin und Multiinstrumentalistin beschäftigt sich intensiv mit den musikalischen Traditionen Mittel- und Osteuropas und arbeitet seit vielen Jahren mit dem Museum des Warschauer Aufstands zusammen.

Und wir möchten Sie auf die Ausstellung „Der Warschauer Aufstand 1944“ aufmerksam machen. Die Ausstellung im Roten Rathaus kann besucht werden von Montag bis Freitag, 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die Ausstellung zeichnet die Geschichte Warschaus seit 1918 nach – von der Entwicklung zur modernen Hauptstadt der Zweiten Polnischen Republik über die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis zum Wiederaufbau und zur dynamischen Entwicklung der Stadt, wie wir sie heute kennen.

Mehr dazu unter:
https://www.dpgberlin.de/de/termine/2026/der-warschauer-aufstand-1944/

Veranstalter:

Logo Pilecki-Institut
Pilecki-Institut
Csm Botschaft Logo bd921be07b
Botschaft der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland


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Zum gesamten Terminkalender 2026

 
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