Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen
Gedenkveranstaltung,
– Uhr
10557 Berlin, Standort der ehemaligen Krolloper, Heinrich-von-Gagern-Straße
Vor 87 Jahren überfiel Deutschland am 1. September 1939 Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus. Zur gemeinsamen Erinnerung laden wir Sie zu einer Veranstaltung am temporären „Gedenkort für Polen 1939 bis 1945” an der Heinrich-von-Gagern-Straße in Berlin ein. Anschließend findet um 19.00 Uhr eine Podiumsdiskussion „Nach dem Überfall auf Polen: Deutsche Massenverbrechen im Herbst 1939“ in der Topographie des Terrors statt.
Für Polen bedeutete dieser Krieg fünfeinhalb Jahre Besatzungsherrschaft mit mehr als fünf Millionen toten Staatsbürgerinnen und -staatsbürgern. Die Zahl der Verbrechen, die von Deutschen und in deutschem Namen verübt wurden, ist unermesslich.
In diesem Jahr stellen wir bei unserer Gedenkveranstaltung die Massenerschießungen in den Wäldern von Piasnitz/Piaśnica nordwestlich von Danzig in den Mittelpunkt: Zwischen Herbst 1939 und Frühjahr 1940 ermordeten die Deutschen hier weit mehr als 10.000 Menschen – Angehörige der polnischen Bildungsschichten, Deutsche und Polen aus dem Reichsgebiet, Patienten psychiatrischer Anstalten aus Pommern.
Programm
Musik
“Nigdy więcej wojny” (Nie wieder Krieg)
Quartett des Kammerorchesters Progress aus Danzig
Andrzej Wojciechowski – Klarinette, Jan Szczypiorski – Violine, Patryk Purzycki – Viola, Jakub Grzelachowski – Violoncello*
Begrüßung:
- Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts
- Robert Parzer, Stabsstelle Deutsch-Polnisches Haus
Ansprachen:
- Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin
- Jan Tombiński, Geschäftsträger a. i. der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland
- Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt
- Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Amtschef bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Musik
“Nigdy więcej wojny” (Nie wieder Krieg)
Quartett des Kammerorchesters Progress aus Danzig
Lesung
Schülerinnen und Schüler des Gabriele-von-Bülow-Gymnasiums lesen aus Zeugnissen von Überlebenden und Opfern der Massenmorde im Wald von Piaśnica/Piasnitz
Kranz- und Blumenniederlegung
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Um 19:00 Uhr findet dann die Podiumsdiskussion in der Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin statt.
Zeitplan
Di 01.09.2026 | |
|---|---|
| 19 Uhr |
Nach dem Überfall auf Polen: Deutsche Massenverbrechen im Herbst 1939 In den besetzten nördlichen und westlichen Gebieten Polens verübten die deutschen Besatzer im Herbst 1939 Verbrechen von bis dahin ungekanntem Ausmaß. Soldaten der Wehrmacht und
Angehörige von Einsatzgruppen aus SS und Polizei sowie deutsche Zivilisten ermordeten mehrere tausend Polen, darunter Vertreter der örtlichen Eliten, vermutete Gegner des deutschen Regimes und Menschen mit Behinderungen und psychischen Krankheiten. Der Terror zeigte den Überlebenden, dass Polen keine Rechte mehr hatten und jederzeit vom gewaltsamen Tod bedroht waren. In Deutschland stehen diese
Verbrechen oft im Schatten anderer Gewaltverbrechen im besetzten Polen. Programm Begrüßung - Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Deutsches Polen-Institut Vorträge und Diskussion - Dr. habil. Tomasz Ceran, Pilecki-Institut, Warschau - Dr. Magdalena Sacha, Muzeum Piaśnickie, Abteilung des Museums Stutthof, Wejherowo Moderation: Robert Parzer, Deutsch-Polnisches Haus Die Veranstaltung wird deutsch-polnisch gedolmetscht und aufgezeichnet. Anmeldung erforderlich unter: https://deutschpolnischeshaus.de/veranstaltungen/verbrechen-im-besetzen-pommern |
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