Neben ausführlichen Stadtführungen in Posen und Gnesen standen ein Besuch in der Freiluftmuseumsanlage von „Ostrów Lednicki“, einer alten Piastenburg und möglichem Ort für die Taufe des Polenherzogs Mieszko I. im Jahr 962, die Besichtigung der berühmten bronzenen Tür an der Kathedrale von Gnesen mit der bildlichen Darstellung vom Leben und dem Martyrium des heiligen Adalberts sowie ein Besuch im Museum der Gründung des polnischen Staates in Gnesen auf dem Programm.
In Gnesen trafen sich im Jahr 1000 der polnische Herzog Boleslaw mit dem jungen Kaiser Otto III. am Grab des heiligen Adalbert. Otto erhob das Gnesener Bistum zum Erzbistum und den polnischen Herzog zum Bruder und Verbündeten des Kaisers. Symbolisch soll er ihm dabei auch bereits zum König erhoben haben. Eine förmliche Krönung fand jedoch erst 25 Jahre später statt, woran in Polen im vergangenen Jahr erinnert wurde.
Auch die Reise der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin war bereits im vergangenen Jahr geplant, musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden. Das langjährige DPGB-Vorstandsmitglied Gerhard Weiduschat hatte das Programm gemeinsam mit dem bewährten Reisebüro KAMPIO in Poznań ausgearbeitet und führte die Gruppe wie immer überaus sachkundig.
Ihr hatten sich auch Teilnehmer der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg angeschlossen.
Komplettiert wurde das Reiseprogramm durch Besuche an der ehemaligen polnisch-deutschen Grenze in Bentschen und Neu-Bentschen mit Erinnerung an die Ausweisung deutscher Juden mit polnischer Staatsbürgerschaft im Herbst 1938, die Besichtigung der polnischen Adelshäuser in Kórnik, Koszuty und Rogalin und einem Abstecher nach Międzyrzecz (Meseritz), der Partnerstadt von Charlottenburg-Wilmersdorf.




