Am 2. Mai 2026 fand die Gedenkveranstaltung „Die polnischen Eroberer Berlins zu Gast!“ statt. Es gab verschiedene Gedenkorte. Den Auftakt machte die Kranzniederlegung am „Denkmal für die polnische Befreier“ an der TU Berlin am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg. Danach ging es zur Siegessäule, wo symbolisch zur Erinnerung an den 2. Mai 1945 die polnische Flagge gehisst wurde.
Etwas später fanden wir uns alle zusammen mit den aus Polen angereisten Veteranen am Denkmal für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung zwischen 1939 –1945 ein.
Es gab Ansprachen u. a. vom polnischen Botschafter in Deutschland, Jan Tombiński, und Vertretern der polnischen Regierung wie Michał Syska, dem Minister für Kriegsveteranen und Opfer politischer Repressionen, statt.
Von deutscher Seite sprachen Linda Teuteberg, stellv. Vorsitzende des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie sowie auch unser stellv. Vorsitzender Hans-Joachim Hacker.
Bei seiner Rede erinnerte er an die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in seiner Ansprache am 8. Mai 1985: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“
Ferner sagte er: „Die Botschaft aus der Rede vom 8. Mai 1985 gilt auch heute noch. Vielmehr ist sie uns eine Verpflichtung, die freundschaftlichen Beziehungen mit unserem polnischen Nachbarn in allen Bereichen auszubauen, so wie es der Deutsch-Polnische Partnerschaftsvertrag vom 17. Juni 1991 vorsieht. Diesen müssen wir noch mehr in allen Bereichen mit Leben erfüllen. Diese Botschaft ist verbunden mit der Erinnerung daran, dass die Schaffung eines würdigen Gedenkortes für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung zwischen 1939 und 1945 und die Errichtung eines Deutsch-Polnischen Hauses in Berlin ausstehen. Bundesregierung und Deutscher Bundestag sind aufgerufen , diesen historischen Auftrag endlich umzusetzen.“
Eine Kranzniederlegung am Denkmal folgte.
Auch eine kleine Ausstellung von Anna Krenz zur Geschichte polnischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg konnte man sich ansehen. Im Zentrum standen acht Porträts von Kämpferinnen und Kämpfern aus verschiedenen Einheiten und unterschiedlichen Frontabschnitten des Zweiten Weltkriegs. Sie würdigten die Vielfalt und Intensität des Einsatzes der polnischen Streitkräfte sowie deren Rolle beim Aufbau des demokratischen Nachkriegseuropas.
Zum Abschluss gab es eine eigens für diesen Gedenktag entwickelte Klangcollage polnischer Musiker.
Letzter Punkt an diesem Tag war die Verleihung der Pro-Patria-Medaillen u. a. an unsere Mitglieder Alina und Klaus Leutner. Auch wurden Jan Wardecki, Anna Krenz, Ewa Maria Słaska, Reinhard Naumann ausgezeichnet. Eine Auszeichnung erhielt auch zu ihrer Überraschung Hanna Radziejowska, Leiterin des Pilecki-Instituts in Berlin.











