Diese Auszeichnung ist eine Würdigung ihres jahrelangen Engagements für den polnisch-deutschen Dialog und das Gedenken an polnische Soldaten, die am Zweiten Weltkrieg beteiligt waren. Die Verleihung fand im Rahmen der Feierlichkeiten „Berlin dankt den polnischen Eroberern Berlins“ statt, die an die Kämpfe und das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 erinnern.
In den vergangenen Jahren haben sich die beiden intensiv für das Gedenken an die polnischen Opfer der deutschen Besatzung eingesetzt: Sie haben die Namen zahlreicher im Zweiten Weltkrieg ermordeter Polen aus der Vergessenheit gehoben und sie in der Berliner Erinnerungslandschaft wieder sichtbar gemacht. Dazu zählen unter anderem Gefangene des Hinrichtungsgefängnisses Plötzensee, Zwangsarbeiter und Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Mit ihrem Engagement für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit haben sie zugleich die Würde der Opfer wiederhergestellt – ein essenzieller Baustein partnerschaftlicher polnisch-deutscher Beziehungen.
Klaus Leutner wurde 2017 mit dem Verdienstorden der Republik Polen und 2021 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Damit wurde u. a. sein jahrzehntelanges Engagement gewürdigt: die Gründung der „Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde“, seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für die Gedenkstätte Sachsenhausen, die Erforschung des KZ-Außenlagers am Lichterfelder Teltow-Kanal sowie die Errichtung eines örtlichen Denkmals – der „Säule der Gefangenen“. 2020 veröffentlichte er zudem im Metropol-Verlag einen Band über das KZ-Außenlager.
