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DESCRIPTION;LANGUAGE=pl:Das Polnische Institut Berlin lädt gemeinsam mit de
 m Haus für Poesie zu einer Lesung und Gespräch mit Julia Fiedorczuk\, Hati
 f Janabi\, Michael Krüger ein  Joseph Brodsky hielt ihn schlicht für den g
 rößten Dichter unserer Zeit\, und für Seamus Heaney war er zugleich Orpheu
 s und Teiresias\, Dichter und Prophet. Miłosz überlebte zwei Diktaturen\, 
 die deutsche Besatzung Polens durch die Nationalsozialisten und\, nach dem
  Krieg\, die stalinistische Diktatur\, die sein Heimatland in einen totali
 tären Satellitenstaat der UdSSR verwandelte. Unter der Terrorherrschaft de
 r Nazis war er im Untergrund tätig\, unter den Kommunisten bekleidete er z
 unächst unterschiedliche Posten in diplomatischen Vertretungen\, bevor er 
 1951 in Frankreich politisches Asyl erhielt.\n\nIn seinem Buch Zniewolony 
 umysł („Verführtes Denken“)\, das zwei Jahre später erschien\, analysiert 
 Miłosz die Anziehungskraft\, die totalitäre Systeme insbesondere auf Intel
 lektuelle ausüben. Ab Anfang der 1960er Jahre wurde er Professor in Berkel
 ey und erhielt 1970 die amerikanische Staatsbürgerschaft.\n\nZu Beginn sei
 nes dichterischen Schaffens stand Miłosz noch stark unter dem Einfluss der
  polnischen Katastrophisten. Da läuten Birkenpaare kleine Wolken\, und Ber
 ge\, die auf Ebenen weideten\, zieht es zu Meeren\, die ihnen als Tränke d
 ient. Später beruhigt sich der Ton merklich\, es findet eine sprachliche A
 usnüchterung statt. In der lyrischen Evozierung einer scheinbar idyllische
 n Kindheitswelt gilt sein Augenmerk dem kletternden wilden Hopfen\, der bl
 ankgeriebenen Klinke aus Holz und dem Grün von Nesseltrieben. Gleichzeitig
  wird die Dichtung\, in moralischen und poetischen Traktaten\, in denen di
 e verwickelte polnische Geschichte in Siebenmeilenstiefeln durchschritten 
 wird\, zu einem Instrument präziser Zeitdiagnostik.\nMiłosz‘ Feder sei lei
 chter „als die eines Kolibris“\, den er an anderer Stelle als „Kinderkreis
 el der Lüfte“ beschreibt. Er weiß: „Was groß war\, hat sich als klein erwi
 esen. / Reiche verblassten wie verschneites Kupfer.“ Ihn bewegt ein emphat
 ischer Glaube an die Kraft der Dichtung („Denn mehr wiegt eine einzige gut
 e Strophe / Als die Last vieler fleißiger Seiten“)\; für ihn besteht sie i
 n dem Wagnis\, das „Leben neu anzufangen in jeder Sekunde“. Im Spätwerk\, 
 das sich im Duktus immer mehr der Prosa annähert\, rücken metaphysisch-phi
 losophische Überlegungen sowie eine Sehnsucht nach dem Land der Herkunft i
 n den Mittelpunkt: „Wenn es schmerzt\, kehren wir zu den Flüssen zurück.“
 \n\nCzesław Miłosz (geboren 1911 in Šeteniai\, gestorben 2004 in Krakau) z
 ählt neben Wisława Szymborska und Zbigniew Herbert zu den bedeutendsten po
 lnischen Dichter:innen des 20. Jahrhunderts und wurde 1980 mit dem Nobelpr
 eis für Literatur ausgezeichnet.\n\nDie Veranstaltung wird polnisch-deutsc
 h gedolmetscht.\n\nEine gemeinsame Veranstaltung des Polnischen Instituts 
 Berlin mit dem Haus für Poesie\n\nEintritt 8\,-- Euro/ermässigt 5\,-- Euro
 \n\nTickets gibt es hier:\nhttps://www.hausfuerpoesie.org/de/programm/mein
 e-feder-ist-leichter-als-die-eines-kolibris-poesie-lesen-von-czeslaw-milos
 z  oder an der Abendkasse.\n\nOrganizator: Polnisches Institut Berlin\, Ha
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  Poesie lesen von Czesław Miłosz
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