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„In Pracht gehüllt“: Rekonstruktionen mittelalterlicher Gewänder aus Nubien

Wystawa, Czw–Sob 06.02. – 12.04.2025
10117 Berlin, Bode-Museum, Am Kupfergraben 3

06.02.25 Nachbildung der mittelalterlichen Tracht einer königlichen Mutter von Makuria
06.02.25 Nachbildung der mittelalterlichen Tracht einer königlichen Mutter von Makuria
© Paulina Matusiak und Eddy Wenting

Die Sonderpräsentation zeigt glamouröse Gewänder aus dem mittelalterlichen Nubien, die weltliches und religiöses Prestige ausdrücken. Die Rekonstruktionen basieren auf Wandmalereien aus der Kathedrale von Faras. Diese befinden sich heute in den Sammlungen des Nationalmuseums in Warschau und des Sudan-Nationalmuseums in Khartum.

Diese prächtigen Leihgaben treten mit ausgewählten Textilien aus der Sammlung des Museums für Byzantinische Kunst und des Museums für Islamische Kunst in Dialog.

Die glamouröse Kleidung in den Wandmalereien von Faras ist von besonderer Eleganz und offenbart eine eigene Symbolik. Zunächst noch orientiert an der höfischen Tracht von Byzanz, vermischt sich ihr Dekor im Laufe der Jahrhunderte mit afrikanischer Farbenpracht und Motivsprache, aber auch mit arabischen Einflüssen zu einem einzigartigen Kleidungsstil.

Aufwendig rekonstruierte Gewänder Fünf Gewänder für königliche Mütter, Könige und einen Bischof namens Marianos wurden auf der Grundlage der Malereien aus der Kathedrale von Faras und archäologischem Material aufwendig rekonstruiert. Ein Forschungsteam der Universität Warschau und der SWPS-Universität hat es sich zur Aufgabe gemacht, die prachtvollen Gewänder der nubischen Königsfamilie und der geistlichen Würdenträger aus der Kathedrale von Faras zu erforschen und zu rekonstruieren.

Kleidung, Königreich und Kirche

Wie heute stellten Kleidung und Accessoires im mittelalterlichen Nubien, dem Grenzgebiet des heutigen südlichen Ägypten und nördlichen Sudan, eine Form der nonverbalen Kommunikation dar, wobei jedes Element seine eigene Bedeutung hatte. Die Kathedrale von Faras, die in den 1960er Jahren von polnischen Archäologen ausgegraben wurde, enthielt eine große Anzahl von Wandmalereien. Dargestellt sind unter anderem die einflussreichsten offiziellen und kirchlichen Persönlichkeiten des nubischen Königreichs Makuria. In dieser Region wurde bereits im 6. Jahrhundert, ausgehend von Konstantinopel, der Hauptstadt des byzantinischen Reiches, das Christentum als neuer Glaube eingeführt. Bis in das 14. Jahrhundert blieb Makuria ein christlicher Staat. Viele Kirchen entstanden in dieser Zeit, die mit monumentalen Bildnissen von Angehörigen des Hofes und des Klerus ausgeschmückt wurden. Sie sollten den Gläubigen die Verbindung zwischen Königreich und Kirche vor Augen führen.

Aus dem Louvre auf die Museumsinsel Berlin

Nach einer ersten Präsentation im Pariser Louvre werden die Gewänder nun im Bode-Museum zusammen mit ausgewählten Textilien aus der Sammlung des Museums für Byzantinische Kunst und des Museums für Islamische Kunst ausgestellt, anhand derer die verschiedenen, in der Spätantike und im frühen Mittelalter gebräuchlichen Techniken und Dekors erklärt werden. Darüber hinaus dokumentiert die Ausstellung die Forschungsergebnisse eines Projekts, das die Autoritätsbeziehungen zwischen Kirche und Staat in Nubien untersucht und gleichzeitig das Bewusstsein für die derzeitige dramatische Situation im Sudan und die Bedrohung des reichen kulturellen Erbes des Landes schärft.

UNESCO-Initiative zur Rettung des kulturellen Erbes von Nubien

In den 1960er Jahren beschloss die ägyptische Regierung, den Assuan-Hochdamm zu bauen. Zur Erforschung und Rettung von Gebieten, die durch die Überflutung durch den Nil bedroht waren, beteiligten sich Wissenschaftler*innen aus sechsundzwanzig Ländern an einer UNESCO-Initiative zur Rettung des kulturellen Erbes von Nubien. Ein polnisches Team unter der Leitung von Prof. Kazimierz Michałowski von der Universität Warschau erforschte in diesem Zusammenhang die Stadt Faras, eine der mittelalterlichen Hauptstädte des Königreichs Nobadia, das zwischen dem sechsten und dem Ende des siebten Jahrhunderts existierte und sich über das Gebiet des heutigen Südägypten und Nordsudan erstreckte. Bis ins 14. Jahrhundert blieb Faras dann die Hauptstadt der nördlichen Provinz des Königreichs Makuria. Die Entdeckung einer Kathedrale und einer Reihe einzigartiger Wandmalereien war der Beginn zahlreicher Studien, die bis heute einen Schwerpunkt der polnischen Forschungen bilden. Das Nationalmuseum in Warschau beherbergt in der Faras-Galerie eine weltweit einzigartige Sammlung nubischer Kunst des Mittelalters.

Gerade jetzt, während des verheerenden Bürgerkriegs im Sudan, sollen die dort seit Jahrzehnten durchgeführten Forschungen die Welt daran erinnern, dass zusammen mit den Menschen dieses Landes auch sein reiches kulturelles Erbe stark bedroht ist. So bleibt zu hoffen, dass die internationale Gemeinschaft die Friedensbemühungen im Sudan unterstützen wird. #keepeyesonsudan

Eine Sonderpräsentation der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin, der archäologischen Fakultät der Universität Warschau und der Fakultät für Design der SWPS-Universität Warschau.

Eintritt: 12 Euro normal, 6 Euro ermäßigt.

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/bode-museum/ausstellungen/detail/in-pracht-gehuellt/


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