Godziny Nadziei / The Hours of Hope
Film,
10405 Berlin, Kino in der Königstadt, Straßburger Str. 55
Wir möchten auf eine Filmreihe im Rahmen der Reihe »80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs« hinweisen. An drei Kinoabenden mit Gesprächen führt diese Filmreihe ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Kriegsende in Europa vor 80 Jahren vor Augen.
Es wird die Sicht derer gezeigt, die lange nicht von unmittelbaren Kriegshandlungen und -folgen betroffen waren und nun Schutz in den Bunkern Berlins suchen müssen, aus Sicht der Tausenden auf sich allein gestellten „Displaced Persons“ im Kindesalter, denen Traumatisches widerfahren ist und die menschlichen Anschluss und Unterkunft brauchen; und aus Sicht vieler verschiedener Parteien und Personen, die das Kriegsende an einem Ort östlich der Oder zufällig gemeinsam erleben, aber ganz eigene, teils gegensätzliche Interessen verfolgen. Gespräche mit Filmschaffenden und -kennern sollen geschichtliche Hintergründe, bemerkenswerte Drehorte oder filmische Umsetzungen verdeutlichen.
Godziny Nadziei (The Hours of Hope) spielt im Mai 1945. Ein kleines Städtchen im heutigen Westpolen – ein Schloss, ein See, von Wald umstanden. Im Zentrum des Geschehens stehen ein Feldlazarett und ein Oberarzt. Franzosen, Amerikaner, Polen, Russen, Zwangsarbeiter, Gefangene und Soldaten feiern die Befreiung vom Naziregime. Ausgelassenes Chaos und Hoffnung auf ein neues Leben beflügeln den Tag. Doch im Wald verbirgt sich noch eine SS-Einheit, die durch den Ort muss, um nach Westen auszubrechen.
Der Film erzählt in neorealistischer Bildhaftigkeit kleine menschliche Geschichten und große europäische Geschichte.
Regie: Jan Rybkowski, Polen 1955, in polnischer Sprache mit engl. Untertiteln, 87 Minuten
Programm
Einführung und Moderation - Ariane Afsari, Deutsches Kulturforum östliches Europa
Ein Gespräch mit Dr. Lars Jockheck, Historiker und Journalist
Eintrittskarten an der Abendkasse: 10,– Euro / ermäßigt 8,– Euro oder über: https://www.kino-bar.berlin
- Bitte beachten Sie auch folgende Termine:
Harmonogram
Wto 06.05.2025 | |
|---|---|
| godz. 19:15 |
Bunker – Die letzten Tage Der Dokumentarfilm gewährt Einblicke in das ab 1940 erbaute unterirdische Bunkerlabyrinth in Berlin, einen Schutzraum, der das Überleben vieler Menschen während des Zweiten Weltkrieges sicherstellte und der noch heute großteils existiert. Durch den Film führen drei Zeitzeugen, deren Geschichten der Film textlich unkommentiert wiedergibt. Illustriert werden ihre Erzählungen durch Spielfilmsequenzen, nachinszenierte Fotosequenzen, Propagandafilmausschnitte und Wochenschaumaterial. Dokumentarisches, fiktives, nachgestelltes und propagandistisches Filmmaterial wird so zu einer vielschichtigen Collage. ProgrammEinführung und Moderation
- Dietmar Arnold, Berliner Unterwelten e. V. Eintrittskarten: Abendkasse: 8,– Euro / ermäßigt 6,50 Euro oder über: https://www.kino-krokodil.de Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin |
Śro 07.05.2025 | |
| godz. 18 |
Die Gezeichneten (The Search) Ein schweigsamer tschechischer Junge, der Auschwitz überlebt hat, flieht aus einem Auffanglager im besetzten Deutschland und wird von einem amerikanischen G.I. gefunden und aufgenommen. Seine Mutter sucht ihn, die Wiedervereinigung mit ihrem Sohn scheint im Chaos der Nachkriegswirren aber ein aussichtsloses Unterfangen zu sein. Durch dokumentarische Settings ist ein glaubwürdiges filmisches Zeugnis von der in der Erinnerungskultur oft übersehenen Gruppe der »Displaced Persons« nach 1945 entstanden. Regie: Fred Zinnemann, USA/Schweiz 1948, dt. Fassung von 1961, 107 Minuten ProgrammVorworte Dominik Tomenendal, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und Florian Weiß**, AlliiertenMuseum Ein Gespräch mit Martin Bayer, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Berlin Dr. Imme Klages, Filmhistorikerin an der Johannes Gutenberg-Universität Main **Eintrittskarten: Abendkasse: 9,– Euro / ermäßigt 7,– Euro oder über: https://www.balikino-berlin.de** BALI Kino Berlin, Teltower Damm 33, 14169 Berlin |
Organizator:
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