InterNationalgalerie#1: Nationalmuseum in Warschau
10178 Berlin, Alte Nationalgalerie, Bodestraße
© Foto: Piotr Ligier / Muzeum Narodowe w Warszawie
Zum Auftakt einer neuen Kabinett-Reihe in der Alten Nationalgalerie ist das Nationalmuseum in Warschau zu Gast auf der Museumsinsel.
1876 eröffnete der preußische König feierlich die „National-Galerie“ auf der Museumsinsel. Entgegen der auf dem Giebel befindlichen Aufschrift „Der deutschen Kunst“ war die Sammlung von Beginn an international und wurde zu einer der wichtigsten deutschen Sammlungen französischer Avantgarde ausgebaut. In ihrer neuen Reihe „InterNationalgalerie“ lädt die Alte Nationalgalerie über die nächsten Jahre kontinuierlich Nationalgalerien und -museen aus aller Welt ein, um mit einem Schaufenster im Haus präsent zu sein und sich entlang von besonders aktuellen Themen und Fragen dem internationalen und dem Berliner Publikum vorzustellen. Den Auftakt der Reihe macht das Nationalmuseum in Warschau unter dem Titel „Die Erfindung der Mythen“. Die Präsentation findet im 1. Ausstellungsgeschoss statt.
In ihrer neuen Reihe lädt die Alte Nationalgalerie ab 2026 regelmäßig Nationalgalerien und -museen aus aller Welt ein, um mit einem Schaufenster im Haus präsent zu sein und sich und ihre Sammlungen vorzustellen. Wie denken diese Häuser ihr historisches Erbe weiter für eine zukunftsgerichtete Museumsarbeit? Wie kontextualisieren sie ihre Sammlungen? Und in welche Richtungen entwickeln sie ihre zukünftigen Programme mit Blick auf sich verändernde Fragen, Ansprüche und Herausforderungen? Den Auftakt macht das Nationalmuseum in Warschau, eine der größten und ältesten musealen Einrichtungen Polens.
Unter dem Titel „Die Erfindung der Mythen“ hat die Direktorin des Warschauer Nationalmuseums, Agnieszka Lajus, im Dialog mit Anette Hüsch, Direktorin der Alten Nationalgalerie, acht Werke ausgewählt, die von den sich wandelnden kulturellen und politischen Bedingungen Polens, von Freiheit, Kunst und Künstlerdasein über drei Jahrhunderte erzählen – vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, darunter Polnischer Hamlet – Portrait von Aleksander Wielopolski, 1903, des wichtigsten symbolistischen Malers Polens, Jacek Malczewskis (1854–1929).
Eine kostenfreie Broschüre mit einem Interview sowie Texten von Agnieszka Lajus und Anette Hüsch erscheint zur Ausstellung.
Ebenfalls ab dem 18. Juni 2026 wird zudem erstmals der neu eingerichtete Saal „Tür zur Geschichte“ eröffnet, der sich der Geschichte der Berliner Nationalgalerie widmet und unmittelbar an die Ausstellung „InterNationalgalerie“ anschließt.
