Meet Polish Cinema: Film balkonowy / Der Balkonfilm.
Dazu ein Gespräch mit dem Filmemacher Marcus Welsch und Olaf Kühl
Film,
13349 Berlin, City-Kino Wedding, c/o Centre Français de Berlin
Müllerstraße 74 · U6 bis U-Bhf. Rehberge
Diese Film-Reihe zeigt Schätze aus der vergangenen Dekade – Filme, die inzwischen Klassiker oder gerade im Begriff sind, welche zu werden. Von romantischer Komödie bis Horror, von Animationsfilm bis Geschichts-Epos, von Psycho-Kammerspiel bis Gesellschafts-Panorama – in einem breit gefächerten Gattungsspektrum bringen polnische Regisseur*innen unsere Träume, Ängste und Hoffnungen auf die Leinwand – völlig unabhängig davon, auf welchem Breitengrad wir leben.
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Warum die halbe Welt bereisen, wenn die Tragödien und Komödien des Lebens allesamt vor dem eigenen Haus zu finden sind? Paweł Łoziński montiert eine Kamera auf dem Balkon, kabelt ein Mikrofon an den Zaun und beginnt, den Passant*innen scheinbar planlos und naiv Fragen nach ihrem Woher und Wohin zu stellen. Von nun an legt er sich ein Jahr lang auf die Lauer.
Die Geschichten, die er zu hören bekommt oder die sich direkt vor dem Objektiv abspielen, würden ausreichend Stoff für fünfzig Opern liefern. Liebe und Verrat, Geburt und Tod, Euphorie und Resignation, Fortgang und Heimkehr, Angst und Überwindung – die ganze Palette menschlicher Schicksale defiliert im Rhythmus der Jahreszeiten auf einer Seitenstraße im Warschauer Bezirk Saska Kępa am neugierigen Beobachter vorbei. [Rainer Mende]
„Film balkonowy“ wurde auf über 100 Filmfestivals gezeigt, darunter in Locarno, bei IDFA, CPH: DOX, in Jihlava, Melbourne und bei DOK Leipzig. Der Film wurde zudem für den Europäischen Filmpreis nominiert und gewann den Preis der Polnischen Filmakademie für den besten Dokumentarfilm des Jahres.
Der Dokumentarfilmregisseur Paweł Łoziński (geb. 1965) hat an der Filmhochschule Łódź studiert und war u. a. Regieassistent von Krzystof Kieślowski für „Drei Farben: Weiß“. Er debütierte 1989 mit dem Fünfminüter „Struktura“, seitdem sorgen seine fast ausschließlich dokumentarischen Arbeiten wie „Chemia / Chemo“ (Prix Europa 2009) oder „Nawet nie wiesz, jak bardzo cię kocham / You Have No Idea How Much I Love You“ (filmPOLSKA-Eröffnungsfilm 2017) international immer wieder für Aufsehen.
S: Paweł Łoziński, Piasek & Wójcik
M: Jan Duszyński
Nach der Filmpräsentation laden wir zu einem moderierten Gespräch.
Moderation: Anita Baranowska-Koch, Vorsitzende, Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin e. V.
Trailer: https://youtu.be/MG3Kq-WngOo
Tickets unter:
https://citykinowedding.de/specials
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e. V.
Organizator:

