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Ostgebiete / Zieme zachodnie. Eine deutsch-polnische Spurensuche

Wystawa, Pt–Nie 29.05.2026 – 17.01.2027
10963 Berlin, Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Stresemannstr. 90

29.05.26 Ostgebiete/Ziemie Zachodnie
29.05.26 Ostgebiete/Ziemie Zachodnie
Zuhause – Mutter nicht da. Kloster Lehnin, 2017 Foto: Linn Schröder / OSTKREUZ

Ein fotografischer Dialog zwischen deutschen und polnischen Fotografinnen und Fotografen über einen gemeinsamen Erinnerungsraum – die ehemaligen deutschen Ostgebiete und polnischen Westgebiete nach 1945. Wie wirken Flucht und Vertreibungen, die Westverschiebung Polens, Heimatverlust, Entwurzelung und das Ankommen in der Fremde bis heute nach? Welche Spuren finden sich in Landschaften und persönlichen Erinnerungen? Vernissage am 28.05.26, 18.00 Uhr.

Zum 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags bringt die Sonderausstellung „Ostgebiete / Ziemie Zachodnie“ renommierte Fotografinnen und Fotografen aus beiden Ländern in einen visuellen Dialog über Erinnerung, Identität und Transformation.

Im Zentrum stehen deutsch-polnische Perspektiven auf einen gemeinsamen Erinnerungsraum in Polen. Für viele Deutsche sind die ehemaligen Ostgebiete des Deutschen Reiches mit Flucht und Vertreibung verbunden, mit der Erinnerung an den Verlust von Heimat und dem Fortleben dieser tiefgreifenden Erfahrungen in unzähligen Familiengeschichten. Sie sind Teil eines kollektiven Gedächtnisses, das Identitäten hierzulande bis heute prägt. Aus polnischer Sicht bedeuten die Ziemie Zachodnie – die Westgebiete nach 1945 – etwas Anderes: Zuziehende waren selbst oft aus dem Osten vertrieben worden und trugen die Erfahrung der deutschen Besatzung in sich. Es ging um Ankommen in der Fremde, einen schwierigen Neuanfang und eine von Deutschen geprägte Region, die erst langsam zur Heimat wurde. Die Perspektiven sind grundverschieden und doch untrennbar miteinander verflochten. Die künstlerischen Arbeiten von zehn Fotografinnen und Fotografen aus beiden Ländern zeigen, wie sich Spuren eines bis heute sichtbaren und spürbaren Prozesses, der durch Aneignung und Abschiednehmen gekennzeichnet ist, in Landschaften, Architekturen und familiären Erzählungen beiderseits der Oder eingeschrieben haben.

Zu sehen sind Positionen von: Karolina Gembara, Annette Hauschild, Thomas Meyer, Katarzyna Mirczak, Filip Piotrowicz, Natalia Poniatowska, Linn Schröder, Ina Schoenenburg, Wojtek Sienkiewicz, Heinrich Völkel

Künstlerische Kuratorin: Karolina Gembara

Projektleitung: Barbara Kurowska, Arvid Peschel

Gestaltung: Naroska Design

In Kooperation mit OSTKREUZ – Agentur der Fotografen

Programm Vernissage am 28.05.26, 18.00 Uhr

Begrüßung:

- Dr. Nils Köhler, Direktor ad interim Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Einleitende Worte: Projektteam Fotografinnen und Fotografen der Ausstellung

Musik: DJ TBA

Im Anschluss kleiner Empfang.

Sprache: Deutsch und Englisch Eintritt frei

Anmeldung: https://buchungen.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/tickets/100

Organizator:

Logo Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung


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