Museum des Warschauer Ghettos: Idee, Vision und Auftrag
mit anschließender Deutschland-Premiere des Dokumentarfilms „Die Enkelin der Chefärztin“
10117 Berlin, Instytut Pileckiego, Pariser Platz 4A
Sehr geehrte Damen und Herren, die Veranstaltung im Pilecki-Institut in der Reihe „Wofür Denkmäler heute?“ erinnert an das Warschauer Ghetto – einen der zentralen Orte der deutschen nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik in Europa.
Welche Formen des Gedenkens sind angemessen, und wie kann ein Museum entstehen, das historische Forschung, individuelle Schicksale und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet?
So definiert das entstehende Museum des Warschauer Ghettos seine Mission: Es versteht sich als „Ort der Vermittlung der Geschichte des Lebens, des Widerstands und der Vernichtung der polnischen Juden im Warschauer Ghetto sowie in den Ghettos des von Deutschland besetzten Polens. Zugleich verfolgt es die Vision, “im revitalisierten Gebäude des ehemaligen Bersohn-Bauman-Krankenhauses eine Dauerausstellung aufzubauen, Archivalien, Artefakte und Zeitzeugnisse zu sammeln und zu sichern sowie die Bestände und Erfahrungen polnischer wie internationaler Einrichtungen zur Erforschung der Ghettogeschichte systematisch einzubinden.„
Im Zentrum des Abends steht die Vorstellung des entstehenden Museums des Warschauer Ghettos, dessen Eröffnung für Herbst 2027 geplant ist. Das Museum wird ein neuer Ort der Erinnerung, Forschung und Bildung sein – angesiedelt in einem historischen Gebäude, das selbst Teil der Geschichte ist: dem ehemaligen Bersohn-Bauman-Kinderkrankenhaus.
Dr. hab. Katarzyna Person, Direktorin des Museums, und Franciszek Bojańczyk, Beauftragter für Entwicklung, geben Einblicke in die Konzeption, die inhaltlichen Schwerpunkte und die langfristige Vision der Institution. Sie stellen die Leitideen des Museums vor und erläutern, wie ein Ort entstehen soll, der nicht nur dokumentiert, sondern auch zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart anregt.
Die Veranstaltung bietet zudem die Möglichkeit, direkt mit der Museumsleitung ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.
Die Moderation übernimmt Alexander Kliymuk.
Sprache: Polnisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche
Organizator:

